Ralf Witthaus // Rasenmäherzeichnungen

Infos zu Projekten, Ausstellungen und zur Bundesrasenschau und Internationalen Rasenschau

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PERPETUUM

03. Oktober 2016 von Ralf Witthaus · Allgemein

Im Öjendorfer Park haben wir gestern PERPETUUM eröffnet. Die über eine Kilometer lange Zeichnung besticht durch Einfachheit: Auch nach der Eröffnung waren den ganzen Tag Leute dort am Laufen – spielerisch und ohne Aufforderung folgten sie den neuen PERPETUUM-Wegen durch den Park, händehaltend, spurwechselnd oder im ständigen sich annähern und wieder Abstand gewinnend. Hier die besten Fotos der letzten Woche:

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Fotos: (C) Harald Neumann

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PERPETUUM – erster Realisationstag in Hamburg

28. September 2016 von Ralf Witthaus · Allgemein

Hier kommen die ersten Fotos von unserem Projektanfang aus dem Öjendorfer Park:1perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16092869 2perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16092871 3perpetuum-hamburg-3ralf_witthaushn16092885 4perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16092952 5perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16092938 6perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16092957 7perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16093058 8perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16093023 9perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16093133 10perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16093061 11perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16093095 12perpetuum-hamburg-ralf_witthaushn16093071

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PERPETUUM

26. September 2016 von Ralf Witthaus · Allgemein

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Ab heute entsteht in Hamburg das Kunstprojekt PERPETUUM:

Zwei Linien ziehen sich über einen Kilometer quer durch den Öjendorfer Park: schier endlos schwingend, wie der ewig gleiche Ausschlag eines Perpetuum Mobiles.

Ausgangspunkt ist das Südende der großen Rasenflächen des drittgrößten Hamburger Parks. Von dort geht es nordwärts.

Es ist ein Kunstwerk auf Zeit: Die in die Rasenfläche gemähte Zeichnung ist nur ein paar Wochen gut sichtbar. Danach wird das bis an die Grasnarbe gestutzte Grün wieder nachgewachsen sein.

Das Kunstwerk ist eine Einladung, die idyllische Landschaft des Öjendorfer Parks aus der Perspektive der gezogenen Schneise neu zu erleben; eine Einladung, den beiden sich sanft umschlängelnden Linien der Zeichnung – idealerweise zu zweit – zu folgen: einander sich immer wieder nähernd, dann voneinander entfernend, beinahe wie ein Liebespaar auf seinem Weg durchs Leben.

Das Kunstprojekt wird gefördert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, im Rahmen des Programms „Kunst im öffentlichen Raum“, STIHL sowie viele ehrenamtliche Helfer.

Visualisierung: (C) Ralf Witthaus, Fotogrundlagen: (C) Harald Neumann und Ralf Witthaus

Time is a measure of slow massive movement

16. September 2016 von Ralf Witthaus · Allgemein

„Time is a measure of slow massive movement“ ist eine Rasenmäherzeichnung, die zu der Ausstellung „100x Madonna“ in der Crypt Gallery realisiert wurde. Dieser Ausstellungsraum ist in der Gruft der St. Pankras Church – im Herzen von London. Die Gruppenausstellung hat sich dem Thema der Mariendarstellung von zeitgenössischen Künstlern aus London und internationalen Gästen gewidmet.

Da meine Zeichnungen immer ortspezifisch sind, habe ich vor Ort nach guten Kontexten gesucht und im Lapidarium der Gruft einen Stein entdeckt, auf den sich diese Zeichnung bezieht. Auf dem Stein wurde vor vielen Jahrzehnten eben jener poetische Satz gehauen: „Time is a meaure of slow massive movement“. Ein weiterer Bezug war am Stein nicht mehr auszumachen – doch den Bezug zur Mariendarstellung herzustellen, das war inhaltlich sehr reizvoll.

Ich gestaltete mit diesem Satz einen Weg über die Wiese an der Kirche. Und zwar auf der Seite der Kirche, die dem Laufpublikum der Stadt zugewandt war – ein Ort der zumeist verschlossen und mit einem hohen Gitter abgeriegelt ist. Ein kleines Tor, dass dort sonst immer verschlossen ist, wurde für die Ausstellungszeit geöffnet. Inmitten der extrem belebten Innenstadt, konnten so einige Londoner auf das Grundstück kommen und dort auf dem seltenen Grün verweilen. Von dem kleinen Tor führte der Weg mit dem Satz bis zu den nördlichen roten Toren der Crypt Gallery.

Residenz auf dem Berliner Teufelsberg

20. August 2016 von Ralf Witthaus · Allgemein

Im Moment arbeite ich auf dem Teufelsberg in Berlin. Ich bin eingeladen zu einem Field Research an einem Ort der deutschen Geschichte: Aufgeschüttet aus den Trümmern Berlins nach dem Krieg, genutzt als Abhörstation bis zur Wende, und seit kurzem ein Ort für freie Geister, die hier etwas Neues auf die Beine stellen. Etwas weht hier der Wind noch, wie ich es vor über 20 Jahren in Berlin-Mitte erlebt habe. Ganz viele Ruinen, die nach und nach in erste neue Nutzungen überführt werden … und Freiheit.

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Der Künstler und Veranstalter Richard Rabensaat startet hier sein Vorhaben mit Performancekünstlern zu arbeiten: Der Teufelsberg Project Space ist für ortsspezifisches Arbeiten vorgesehen. Ich bin der erste Gast in einem mobilen Haus, das seit 2 Wochen hier steht. Kein Strom, kein Wasser, kein Wlan – und zudem so gut wie kein Rasen! Also: Eine Herausforderung. Das verändert meine Arbeit. Wie ein Gärtner ordne ich das vorgefundene. Observiere Fragmente, und mache Strukturen sichtbar, die durch den steten Wuchs auf dem Berg unter dem Grün verschwinden. Ich konzentriere mich auf die Wahrnehmung der Landschaftsmalerei, zeichne aber nicht auf der Leinwand, sondern direkt in der Landschaft. Ist das Gärtnern, oder ist das Zeichnen?

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Neugierige Menschen überall – auch wenn mein Raum nicht besonders nah zur Ruine im Wald aufgestellt worden ist: Graffiti-Leute, Touristen, Modellflieger, gestern ein Team vom Spiegel, die mich in der Idylle mit einer 360 Grad Kamera fotografierten. Ein Ort mit Anziehungskraft. Überall Menschen, die etwas suchen, etwas machen, oder einfach aufräumen. Ein Ort voller Brüche und Chancen.

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