Ralf Witthaus // Rasenmäherzeichnungen

Infos zu Projekten, Ausstellungen und zur Bundesrasenschau und Internationalen Rasenschau

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typografische Gärten

11. Oktober 2020 von Ralf Witthaus · Allgemein

Im Moment reise ich mit meinem Team durch Sachsen und wir realisieren mehrere Kunstwerke. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben mich eingeladen für „180 Ideen für Sachsen“ fünf Projekte zu entwickeln.

Im Delitzscher Stadtpark, in Löbnitz im Garten der evenaglischen Kirche und im Rosengarten des Schlosses Hartenfels im Zentrum von Torgau sind die ersten drei Rasenmäherzeichnungen bereits fertiggestellt, in Zwickau entsteht die nächste Arbeit auf der Rosenwiese, ein schöner Park unweit der Kunstsammlungen Zwickau. Ein fünftes Werk ist für 2021 geplant.

Allen Werken ist gemein, dass das grafische Bild sich aus einer luftigen offenen Komposition aus Buchstabenzwischenräumen zusammensetzt. Die Sätze aus denen die Landschaftskunstwerke gebildet werden, sind auf dem ersten, zweiten und dritten Blick kaum lesbar. Aber es gibt jeweils einen Inhalt, der sich bei diesen typografischen Gärten immer auch auf den Ort und den Kontext bezieht.

Gefördert werden die „180 Ideen für Sachsen“ von der Kulturstiftung des Bundes. Ebenfalls möchte ich mich für die Unterstützung bei allen ehrenamtlichen Helfern, den Projektpartnern vor Ort und bei STIHL bedanken.

Fotos (C) Harald Neumann

Kunstverein Brilon

24. August 2020 von Ralf Witthaus · Allgemein

Der Kunstverein Brilon hat mich und 6 weitere Künstler eingeladen zu einem Offenen Atelier unter freiem Himmel. Falls Du Lust und Zeit hast, komm gerne vorbei.


Ich zeichne dort von heute, 24.08. bis zum 30.08. ein Landschaftskunstwerk.
Am Sonntag gibt es um 11 Uhr eine Finissage. Würd mich freuen Dich zu sehen. Ort der Veranstaltung: Hiebammen Hütte, Hilbringse 2, 59929 Brilon

mehr Informationen über die Veranstaltung: www.kunstverein-brilon.de

Mit freundlichen Grüßen,
Dein Ralf

Parkomanie

29. Juni 2020 von Ralf Witthaus · Allgemein

hast Du eine Ahnung, was Parkomanie ist?  

Das kommende Projekt findet in Bergwedel in der Nähe von Hannover statt. Falls Du am Samstag den 4. Juli Lust und Zeit hast, dann lade ich Dich herzlich ein, mit uns die Eröffnung zu feiern. Gemeinsam mit 4 weiteren Künstlerinnen und deren Kunstwerke findet um 16 Uhr die Vernissage statt. Ort des temporären Skulpturenparks:  Alter Park, Thönser Straße, 30938 Großburgwedel
Veranstalter ist der Kunstverein Burgwedel / Isernhagen.

Mehr Infos findest Du hier:https://www.kunstverein-bwi.de/ausstellungen/

English:

Do you have any idea what parkomania is?

The upcoming project takes place in Bergwedel near Hannover. If you have the time on Saturday July 4th, I invite you to celebrate the opening with us. Together with four other artists and their works of art the vernissage will take place at 4 pm.

Place of the temporary sculpture park: Alter Park, Thönser Strasse, 30938 Großburgwedel, Germany

Organizer is the Kunstverein Burgwedel / Isernhagen, more information can be found here:
https://www.kunstverein-bwi.de/ausstellungen/

Alles Gute für 2020!

01. Januar 2020 von Ralf Witthaus · Allgemein

Rückblick und Vorausschau

„Danke!“ kann man gar nicht oft genug sagen: „Danke!“ an die vielen Menschen, die mich dieses Jahr inspiriert, unterstützt und bei all den gemeinsamen Aktionen begleitet oder meinem Werk Aufmerksamkeit geschenkt haben! Menschen aus Wermsdorf und Sachsen, aus Köln, aus Herzogenrath, aus Italien, aus Löhne, Bad Oeynhausen und OWL, aus Waiblingen und Dieburg, aus Leipzig, aus Erfurt, aus Hamburg, aus Gütersloh, aus Düsseldorf, aus München, aus Wien, aus Lohmar, aus den Niederlande, aus Molsberg, aus Berlin, aus Polen, aus Leverkusen, aus Litauen, aus Groß-Gerau, aus Neuseeland, aus Tecklenburg und Lengerich, aus Freiburg, aus Dresden..

Moment mal, hab ich Deine Stadt vergessen? Du weisst schon: diese Liste könnte ich endlos weiterführen! Deshalb sage ich an dieser Stelle einfach: Danke an alle! Und vor allem: Danke Dir, dass Du an all dem aus der Ferne oder auch am Ort des Geschehens Teil haben magst!
 

„Die wirkliche Wirklichkeit“ (C) Ralf Witthaus, 2019

Ein kurzer Rückblick – hier vier Highlights aus diesem Jahr: 

Mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben wir mit über 40 Helfern an dem Schloss Hubertusburg das verlorene Sächsische Versailles wieder ans Tageslicht gebracht: Das Landschaftskunstwerk ‚Der Garten in mir‘ – auf vierzehntausend Quadratmeter! Ein unvergessliches Ereignis.

Mein erster universitärer Lehrauftrag führte mich im Sommer 2019 nach Erfurt.

Die umfangreichste Einzelausstellung der Malereien aus meiner Tanzpartner-Serie wurde in Herzogenrath bei Aachen in den wunderschönen Räumen des Forum für Kunst und Kultur präsentiert.

Und was mich auch sehr gefreut hat: Noch nie zuvor hat ein deutscher Künstler das Stipendium der italienischen Fondazione Isola Comacina erhalten, .. um so mehr habe ich den Aufenthalt dort genossen. Ich konnte sogar mitten in der archäologischen Zone der einzigen Insel auf dem wunderschönen Comer See ein Werk hinterlassen: ‚La Insula Nova‘. Aufgrund der besonderen Vegetation und der dunklen Erde war es hier möglich eine dreifarbige Rasenmäherzeichnung zu realisieren. Einmalig.

„Der weiße Spiegel“, Werk und Foto (C) Ralf Witthaus, 2019


2020 steht vor der Tür..
..und Du bist bestimmt neugierig, was alles in Vorbereitung ist?

Soviel kann ich schon verraten:

Ein halbes Dutzend Landschaftskunstwerke sind für den Sommer im Gespräch umgesetzt zu werden!


Ich wünsche Dir alles, alles Gute für 2020,

vor allem Gesundheit, und auch dass Deine Wünsche und Hoffnungen in Erfüllung gehen,

und dass wir gemeinsam noch viele Jahre haben, um sie mit guter Kunst und schönem Leben zu füllen!


Dein Ralf

Das PERPETUUM im Studien- und Reflexionspark Schlamau

17. Oktober 2019 von Ralf Witthaus · Allgemein

PERPETUUM, 2019

Alle Fotos von (C) Harald Neumann

Anfang Oktober organisierte Julja Schneider ein Künstlersymposium zum Thema der Gewaltfreiheit in dem Studien- und Reflexionspark Schlamau. Ich las dort zum ersten Mal Schriften des Philosophen Silo und insbesondere gefiel mir eine Rede von ihm mit geradezu prophetischer Kraft („Die Heilung vom Leiden“). Unter diesem Eindruck untersuchte ich den Park in Schlamau und die Absichten die darin verborgen liegen. Im Gegensatz zu allen anderen Orten an denen ich bis jetzt arbeitete, ist dieser Park nicht ein Ort der Vergangenheit – sondern ein Ort der Zukunft.

Viele der „Studien- und Reflexionsparks“ haben eine typische Möblierung, in Schlamau fehlt diese bis jetzt. Es gelang mir nicht, mich mit diesen Elementen sinnvoll zu verbinden, einige Ergebnisse meiner Überlegungen waren mehr landschaftsplanerischer Natur – und ich verwarf die Ideen dazu. Statt dessen habe ich mich danach freier an das Thema heranbegeben.

Für das Künstlersymposium entstand ein neues PERPETUUM. Zwei Ovale wurden zu einem Band verschlungen. Wenn sich Menschen in der Zeichnung bewegen, treffen sie nochmal ganz anders aufeinander, als bei den vorigen Werken dieser Art.

Was könnte besser zu dem Thema Gewaltfreiheit passen, als etwas, das sich auf Partnerschaft bezieht. Die Partnerschaft ist der Platz im Leben von Menschen, der am herzlichsten und am kompliziertesten werden kann. Lebenswege sind in einer besonderen Art und Weise miteinander verwoben, und es ist eine Kunst, lange Wege miteinander zu gehen. In der deutschen Sprache gibt es schöne Wörte in diesem Bereich, die sich gut auf das Kunstwerk übertragen lassen: „die können gut miteinander umgehen“, „man trifft sich immer zweimal“, aber auch: „es gibt nur wenig Überschneidung“, oder: manchmal „tritt man sich gegenseitig auf die Füsse“, oder sogar: da „fährt jemand einen herein“…

Als ich anfing wusste ich, dass das, was ich da plante eigentlich viel zu groß für den kurzen Zeitraum war, denn ich war ganz alleine angereist. Immerhin auf einer Fläche von 4500 qm war die Zeichnung zu realisieren. Und es regnete immer wieder.

Julja hatte angekündigt, dass noch Helfer kommen. Und tatsächlich mit jedem Tag wurden es mehr. Am Ende kamen auch ganz viele von den Künstlern und packten mit an, um den vielen Rasenschnitt herauszubringen. Mit wundervoller Energie wurde gemeinsam gearbeitet. Es kam mir für einen Moment vor, als ob sich die Menschen recht spontan und ich möcht fast sagen glücklich mithilfe dieser gemeinsamen Arbeit rückverbinden mit etwas, dass uns noch in den Genen steckt. Als ob – wie jemand es später passend in Worte fasste – meine Kunst eine moderne Form von gemeinsamen Ackerbau wäre. Ich beobachtete beim Mähen aus einer gewissen Ferne Menschen, die ich weder gebeten, noch bis heute kennengelernt habe, kiloweise Schnittgut herauszuheben und abzutransportieren. Sie scheuten sich nicht dreckig zu werden, sie lachten gemeinsam und sie hatten sich was zu erzählen. Die Arbeit stand ganz offensichtlich an, und man nahm das selbstverständlich in die Hand, damit es fertig wurde. Wie im Märchen: Das volle Bäumchen wurde geschüttelt. Und so wurde auch das Kunstwerk pünktlich fertig.

Besten Dank an alle! Das war wunderschön!

An dieser Stelle auch nochmal einen besten Dank an STIHL für den tollen Support!

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