Die Bundesrasenschau

Ralf Witthaus‘ Rasenmäherzeichnung für den Inneren Grüngürtel von Köln 2010 und die folgenden Projekte

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Hier sind die ersten Infos für die kommende Ausstellung “Die Welt” bei der Emmanuel Walderdorff Galerie

24. Januar 2012 von Ralf Witthaus · Allgemein

“Die Welt”

Ralf Witthaus

Zur Eröffnung am Freitag, den 27. Januar 2012, 18-22 Uhr
laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Bei der Beschäftigung mit Ralf Witthaus Rasenmäherzeichnungen wird Eines ganz besonders deutlich: Die Bedeutungsdimension der Grünflächen unserer Städte wird weitläufig falsch eingeschätzt. Verklärt entweder zum Auslaufgehege der Hundebesitzer oder zur Sportstätte wird ihnen in unserem Bewusstsein nur selten jene umfassendere und exklusive Rolle zuteil, die ihnen wesentlich innewohnt: Sie sind inmitten einer individualistischen Ansammlung hunderttausender Mietswohnungen  unser Gemeinschaftsraum – ein Raum frei von Eigentum und spezifischem Zweck, und dadurch ein Raum der offenen Konfrontation und Kommunikation. Wenn Ralf Witthaus mit dem Rasentrimmer in diesen Raum
eingreift, nutzt er deshalb neben dem Rasen auch die individuellen Nutzungsspektren einzelner Stadtbewohner und die Schnittmengen zwischen diesen als Oberfläche. Er schreibt in sie ein, verändert sie und wird somit  zum Stifter einer Reflektion über unser eigenes Verhältnis zur Geschichte und Gegenwart der öffentlichen Räume.

Dieser im weitesten Sinne sozialanthropologische Zugang zur Kunst ist in Witthaus Werk auch abseits der Rasenmäherzeichnungen präsent. Schon 2001 entwickelte er mit „Witthaus Tierwelt“ eine Zeichensprache deren Vermittlungsfähigkeiten sich nicht an eine Verstandestätigkeit sondern an einen ursprünglicheren, intuitiven Zugang richteten. Daran anschließend entstand aus einer intensiven Auseinandersetzung mit frühgeschichtlichen Schriftsystemen heraus in den letzten Jahren eine Werkgruppe, die über einen fließenden Prozess in einer unzähligen Ansammlung abstrakter Zeichen mündete. Die konzeptuelle Arbeit im öffentlichen Raum und die analytische Arbeit in der Zeichnung finden bei Ralf Witthaus in einer zentralen Eigenschaft zusammen: In gleicher Weise wie die städtische Grünfläche durch die freie Nutzung zum Soziotop wird, ist die Schrift für Witthaus eine Welt in der wir uns frei bewegen können und in der er neue Impulse setzen kann.

Die Emmanuel Walderdorff Galerie widmet Ralf Witthaus ab dem 28. Januar eine Einzelausstellung, die einerseits  durch die Präsentation der Arbeiten aus der jüngeren Vergangenheit einen Einblick in die Genese hin zu einer ausgereiften konzeptuellen Basis geben soll, und andererseits einen Blick in die Zukunft wagen möchte. Im Sommer 2010 gipfelte Ralf Witthaus  Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Raum in der Bundesrasenschau. Mit einer gigantischen zusammenhängenden Zeichnung umspannte er über die Rasenflächen des Inneren Grüngürtels die Kölner Innenstadt und erweckte damit ein verloren gegangenes Bewusstsein für die einzigartige Parkstruktur dieser Stadt.
In einem nächsten Zug soll sich die Idee von der örtlichen Gebundenheit emanzipieren. Als erstes Projekt der „Internationalen Rasenschau“ wird ein uraltes Gedankenspiel verwirklicht: Durch die Zeichnung in der Landschaft entsteht ein Bohrloch, das uns mit unserem geographischen Oppositen Neuseeland in direkte Verbindung treten lässt. Witthaus belebt damit nicht nur einen alten Traum sondern reflektiert damit auch sein eigenes Arbeitsmedium: In der Realisierung eines Bohrlochs nach Neuseeland manifestiert sich eine Kraft die der Rasenmäherzeichnung genuin zueigen ist.

Neben Fotografien, Editionen und Collagen rund um die Bundes- und die Internationale Rasenschau  und der Schriftzeichen-Gruppe werden in der Galerie auch ältere Arbeiten auf Buchdeckel zu sehen sein. Auch dieses Medium nutzte Witthaus schon in der Vergangenheit, um sich sowohl zeichnerisch als auch malerisch der Frage anzunähern wo die Gesellschaft steht  – auch hier, wie es sich als Konstante durch sein Werk zieht – ganz nah am Menschen.

Julius Tambornino

Ausstellungsdauer: 28.01. – 17.03.2012

Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Emmanuel Walderdorff Galerie
Jülicher Str. 27
50674 Köln
T. 0049-221-801182-4 F.-5

http://www.walderdorff.net

Einladungskarte Emmanuel Walderdorff Galerie

19. Januar 2012 von Ralf Witthaus · Allgemein

 

Hier ist die Einladungskarte zur Weltausstellung! Eine neue Fotoserie steht kurz vor dem Abschluss. Zu sehen ab nächstem Freitag 18 Uhr.

Ausstellung in der Galerie Emmanuel Walderdorff

17. Januar 2012 von Ralf Witthaus · Allgemein

Bitte reserviert Euch schon mal den 27.1.2012.

In der Galerie Emmanuel Walderdorff präsentiere ich Euch das neue Projekt. Ab 18 Uhr ist Ausstellungseröffnung. In der umfangreichen Ausstellung zeigen wir neue Fotoarbeiten, Zeichnungen und Buchdeckellandschaften.

2012: Es geht nach Neuseeland

25. Dezember 2011 von Ralf Witthaus · Allgemein

Ich suche zwei Orte für ein Bohrloch. Eine Zeichnung entsteht hier in meiner Heimat, und eine im fernsten Land der Welt.


Posted from Lauffen am Neckar, Baden-Wurttemberg, Germany.

Die Bundesrasenschau bei der Landesvertretung NRW in Berlin

08. November 2011 von Ralf Witthaus · Allgemein

Im Rahmen des Vitrinenprogramms der Vertretung des Landes NRW beim Bund in Berlin findet ab nächster Woche unter dem Titel “unpaarig” eine gemeinsame Präsentation mit Luka Fineisen statt. Die Landesvertretung schreibt dazu:

„Unpaarig“ ist eine Initiative der Landesvertretung, die in wechselnden Konstellationen je zwei Künstlerinnen und/ oder Künstler aus NRW vorstellt. Ausstellungsorte sind die beiden Vitrinen, die vor dem Gebäude der Landesvertretung in der Hiroshimastraße positioniert Kunst aus NRW präsentieren. Kurator des Vitrinenprogramms ist Jochen Heufelder, Fuhrwerkswaage Köln e.V.

In unserer 3. Runde präsentieren wir mit Luka Fineisen und Ralf Witthaus zwei Künstler aus NRW, deren Positionen im aktuellen Kunstbetrieb Solitärcharakter haben. Während in Fineisens Arbeit die Suche nach Zuständen zwischen Flüssigem und Festem prägender Bestandteil ist, zeichnet Witthaus mittels Rasentrimmer Spuren in öffentliches und privates Grün. Beide haben in ihren Arbeiten einen starken Bezug zu urbanen Zusammenhängen. Bestandteil beider ist aber auch die Vergänglichkeit als ein elementarer Faktor.

Luka Fineisen, geboren 1974 in Offenburg, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und lebt und arbeitet in Köln und Leipzig. Ralf Witthaus, 1973 geboren in Bad Oeynhausen, begann sein Studium an der FH Bielefeld und setzte es in Enschede, Berlin und Hamburg fort. Er lebt und arbeitet in Köln. Weitere Informationen sind zu finden unter: www.lukafineisen.de und www.ralfwitthaus.de

Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund, Hiroshimastraße 12-16, 10785 Berlin