Ralf Witthaus // Rasenmäherzeichnungen

Infos zu Projekten, Ausstellungen und zur Bundesrasenschau und Internationalen Rasenschau

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Projekte

 „Bundesrasenschau“, rund um Köln, 2010

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Dokumentationsfoto und Entwurf: Ralf Witthaus

 

Der Innere Grüngürtel von Köln ist so einmalig wie der Kölner Dom. Da jedoch die Strassen seit seit Generationen mehr und mehr ausgebaut werden, wird der Flanierweg rund um die Stadt kaum noch komplett benutzt. Ein neuer 7 Kilometer langer Weg läd 2010 zur Stadtumrundung ein, zwei Monate lang zeichnet ein Team aus 60 Ehrenamtlichen diesen Weg in 1400 Arbeitsstunden Stück für Stück um die Stadt. Mehr Infos hier.

The Inner Green Belt of cologne is more unique than the Cologne Cathedral. But for generations the streets going through are becoming bigger and bigger, therefore the possibility of the walking pass – around the city – is getting out of the sight of the citizens. A new seven kilometer long path is inviting the people 2010 for a round tour. Two month a team of 60 volunteers draw this way with 1400 man hours Work, day by day round the city.

 

„the appointment: the borehole to new zealand – Die Internationale Rasenschau 2012″, Löhne / Deutschland – Auckland / Neuseeland

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Das Bohrloch nach Neuseeland ist ein Projekt im Vorlauf der Ausstellung „Nutzflächen – OWL3“ im Marta Herford (2013). Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Museum Marta Herford, dem Kulturbüro Löhne und Auckland Botanic Gardens. Fotos (C) Harald Neumann

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Ralf Witthaus schneidet mit seinem Team in Deutschland und Neuseeland zwei kreisrunde Zeichnungen mit je 92 Metern Durchmesser in den Rasen und spiegelt die Landschaft auf der anderen Seite der Erdkugel. Mehr Infos lesen Sie hier.

Ralf Witthaus and his team cut two circular drawings in the grass, both having a 92-meter diameter in Germany and New Zealand, which mirror the landscape on the other side of the world.

„Das Friedensdenkmal, oder: Gott mit uns“, Leipzig Völkerschlachtdenkmal

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Veranstalter: Gartenprogramm Leipzig. Realisierung während des Jubiläumsjahres des Völkerschlachtdenkmals. Entwurf und Dokumenationsfoto: Ralf Witthaus

 

In die begrünten Böschungen des Wasserbeckens am Völkerschlachtdenkmal werden fünf Meter hohe Buchstaben geschnitten, offensichtlich Wörter. Auf dem repäsentativen Grün umrunden sie das Wasserbecken wie eine Bordüre; einige sind verrutscht, stehen Kopf: ein ästhetischer Bruch. Zweieinhalb Wochen arbeitet das Team mit Ralf Witthaus an dem Denkmal. Nach und nach wird klar, dass die Inschrift des Denkmals „Gott mit uns“ in die Sprache aller an der Völkerschlacht beteiligten Nationen übersetzt und auf die Böschungen übertragen wird.

On the slopes of the basin at the Monument of the Nations there are five meter high rows of letters, obviously words, all uppercase.
They run as a border on the representative green in front of the monument, some slid down, it creates an aesthetic break. Two and a half weeks, the team of Ralf Witthaus is working at the monument. Gradually it becomes clear that at the slopes the inscription of the monument is translated, „God with us“ in all languages of the nations of the Battle of the Nations.

 

 „dass das Herz rast“, rund um Würzburg, 2014

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Das Kunstprojekt findet statt parallel zu einer Ausstellung auf dem Ausstellungsschiff ARTE NOAH des Kunstvereins Würzburg. Foto: Ralf Witthaus

 

Für die Rasenmäherzeichnung im Ringpark der Minnesängerstadt Würzburg bittet Ralf Witthaus deutschsprachige Bands um ein Liebeslied und wählt schließlich das von Philipp Poisel „Ich will nur“. Er schreibt den Text des Liedes mit vielen Helfern über drei Kilometer rund um die Stadt – das heißt auch: Rund um das kleine und schöne Lusamgärtchen an der Neumünsterkirche im Zentrum der Stadt – dem Ort wo Walther von der Vogelweide seine Ruhestätte hat.

For the lawnmower drawing on the meadows at the Ringpark of Würzburg Ralf Witthaus asks many german-speaking bands for a love song. He selects from the submitted songs „I want only“ by Philipp Poisel and writes the song with many helping hands more than three kilometers around the minstrel city  – that also means: Around the small and beautifull Lusamgärtchen in the center of the city – the place where Walther von der Vogelweide has its resting place.

 

„Qualitätsnachweis“, Bundeskunsthalle Bonn 2010
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Realisiert zu der Ausstellung: „Kleine Dinge“, Foto: Ralf Witthaus

Das Verhältnis zwischen Qualität und Besucherzahlen von Ausstellungshäusern wird oft diskutiert, Ralf Witthaus nimmt dieses Thema 2010 als Anstoß für eine künstlerische Arbeit: Am Eingang der Bundeskunsthalle werden alle Besucher einen Tag lang gezählt, gleichzeitig wird auf dem Dach der Bundeskunsthalle die Zählung mit der Motorsense als Zeichenstift in den Rasen übertragen. 

The relationship between quality and number of visitors of exhibition spaces is often discussed, Ralf Witthaus takes this issue in 2010 for an artistic work: At the entrance of the art and exhibition hall of the federal republic of germany visitors are counted one day from opening to closing time, at the same time on the green roof of the Art and Exhibition Hall the increasing number of the people is drawn in the lawn.

„Die Vision: Weltkulturerbe Lengerich“, 2014

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Realisiert im Rahmen des Projektes RAUM-BILDER des ALVA Skulpturenparks. Foto: Harald Neumann

Was wäre, wenn man den Lengericher Klinikpark seinerzeit realisiert hätte?  Immerhin hatte man den berühmtesten Landschaftsarchitekten seiner Zeit den Plan für die „Provinzial-Irren-Heil- und Pflegeanstalt“ ausarbeiten lassen: Peter Joseph Lenné! Nach 150 Jahren mähen 150 Menschen gemeinsam mit Ralf Witthaus die Konturen zwischenzeitlich beinahe vergessenen Planung in die Rasenflächen des heutigen Parks der LWL-Klinik in Lengerich als temporäres Kunstprojekt. Die Rasenmäherzeichnung „Die Vision: Weltkulturerbe Lengerich“ wuchs in wenigen Wochen wieder zu – doch Lenné wird in Lengerich jetzt wieder erinnert.

 

„Die große Karlsruher Sonnenuhr, oder: Die Welt ist eine Scheibe“,  Karlsruhe Schloss, 2007
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Realisiert mit einer Ausstellung in der Plattform V8. Foto: Heiko Breckwold

 

Das Karlsruher Schloss ist 1715 als Residenz und Repräsentanzbau vom damaligen Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach errichtet worden. Der gesamte stadtarchitektonische Ansatz geht kreisförmig und fächerartig vom Zentrum dieser Anlage aus. Die Rückseite des Schlosses ist heute ein Park mit großen, offenen Rasenflächen. Der Schatten des Turmes wandert von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang über den halbkreisförmigen Weg. Für die Interpretation der hinteren Schlossanlage als Sonnenuhr gibt es keine historischen Hinweise.

„The Big Karlsruhe Sundial, or: The World is a Disc“ The castle in Karlsruhe was built in 1715 from Margrave Wilhelm von Baden-Durlach. It is the center point for the whole city architectural planing of the past. Today behind the castle is a huge open park. The shadow of the main tower wanders from sunrise to sunset over the near path. It exists no old indication for interpreting the architecture as a sundial.

 

„Das Leipziger Festspielhaus, oder: Das Richard-Wagner Denkmal“, Richard-Wagner Hain Leipzig, 2008 

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Realisiert mit einer Ausstellung im Kunstverein Leipzig zum Festival zwischengrün, Foto: Frank-Heinrich Müller

 

Zum 195.sten Geburtstag von Richard Wagner existiert in dessen Geburtsstadt Leipzig kein repräsentatives Denkmal des berühmten Komponisten. Anläufe dafür hat es seit dessen Tod mehrfach gegeben und gibt es auch zum damaligen Zeitpunkt. Für zwei Wochen entsteht im Mai 2008 ein temporäres Denkmal. Dieses hat die Form eines Festspielhauses und ist unweit des Ortes des nicht realisierten Richard Wagner Denkmals aus den 30er Jahren als Zeichnung in den Rasen des Richard-Wagner-Hains geschnitten. Der Künstler Ralf Witthaus kommentiert: „Richard Wagner brauchte niemals ein klassisches oder neo-klassizistisches Denkmal, er brauchte immer und braucht bis heute eine Oper oder ein Festspielhaus.“

At the 195 birthday of the famous composer Richard Wagner there is no representative monument at his hometown Leipzig. Since his death there had been several attempts and there is also one at that time. For two weeks, in May 2008 a temporary monument was created. This has the form of a festival theater and is near to the place of the unrealized Richard Wagner monument from the 30’s. It is realized as a drawing in the park of the Richard-Wagner-Hain. The artist Ralf Witthaus commented:“Richard Wagner never needed a classical or neo-classical monument, he always needed and needs still today an opera or a Festspielhaus.“

„Vortrieb – oder: Das Aquatile Denkmal“, Bochum 2009

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Rasenmäherzeichnung für das Wiesental in Bochum. Realisiert im Rahmen des Projektes „Der Gahlensche Kohlenweg“ der Kunstvereine des Verbundprojektes „Grenz Gebiet Ruhr“ flankierend zur RUHR.2010, Veranstalter: galerie januar e.V., Foto: Ralf Witthaus
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Auf der Parkfläche des Wiesentals in Bochum werden im August 2009 zehn Schwimmbeckenlinien in den Rasen gemäht. Die Zeichnung nimmt die Landschaftsform des Wiesentals Richtung Wasser auf. Sehr bewußt werden auf 300 x 100 Metern die Blickrichtungen, Fließrichtungen, Distanzen des Flanierens in Szene gesetzt. Es sind direkte, gerade Wege mit Anfang und Ende. Sie sind ca. zwei Meter breit und laden die Spaziergänger zum Benutzen ein. Da ist etwas, das man dem Park nicht ansehen kann: Unter der Erde sind zwei Bachläufe vergraben. Des weiteren muss man wissen: Das Schwimmbad des Traditionsvereins „SV Blau-Weiß Bochum 1896 e.V.“ liegt am Ende des Parks.
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Ten Lines like in a swimming pool are drawn in Summer 2009 in the lawn of the park Wiesental in Bochum / Germany. The drawing integrates the form of the landscape and the movement of water in it. The lines are direct ways with starting and ending points. They are two meters bright and invite the people to use them. One thing you can not see by watching the park: Under the earth are two small rivers floating. There is one more thing to know: The Swimming Pool of „SV Blau-Weiß Bochum 1896 e.V.“ – a famous sportive swimming association is located at the end of the park.

„Streckenabschnitt Vorgebirgspark“, 2006 

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Rasenmäherzeichnung im Rahmen der Vorgebirgspark Skulptur, Köln, Foto: Manoel Nunes

 

Vor 40 Jahren war eine großflächige Bebauung des Kölner Vorgebirgsparks aus Geldmangel gestoppt worden: Eine vierspurige Stadtautobahn stand kurz vor dem Entstehen. Viele Bürger haben damals gegen den Autobahnbau gekämpft. Der 400 Meter langen Rasenmäherzeichnung wird die geplante Autobahnauffahrt in der Proportion einer zur Zeit dort vorhandenen Strasse zugrunde gelegt. Für die Zeichnung werden die Bürgersteige, Bordsteinkanten und Mittelstreifen herausgemäht. Viele Bürger schockierte die Zeichnung, weil sie befürchteten, dass nun doch eine Bebauung folgt.

40 years ago a huge building process of a motorway over the Vorgebirgspark in Cologne has been stopped. Many citizens fighted against the plannings. The 400 meter long lawnmower drawing is showing in 2006 a part of what has been planned there – the proportion of this street has been choosen by the street existing now in the park. Again – many citizens had been shocked by the drawing because they had been afraid that a new building process is on the way.

 „Ornamental Farm“, 2008

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Rasenmäherzeichnung im Aachener Müschpark realisiert zu den Temporären Gärten Aachen 2008, Foto: Ralf Witthaus

 

Aus der Müschparkwiese werden 2008 zwei 2000 qm große Puzzelteilchen bis zur Grasnarbe entfernt. In den folgenden zwei Wochen wachsen sie wieder nach. Das Landschaftsbild ist wieder komplett. Die große Wiese des Müschparks ist vor ca. hundertfünfzig Jahren in ihrer jetzigen Form angelegt worden. Obwohl ihre eigentliche Funktion die einer Kuhwiese ist, präsentiert sie sich mit einer betont ästhetischen bis romantischen Gestaltung. Landschaftsplanungen wie der Müschpark sind unter dem Fachbegriff „Ornamental Farm“ klassifiziert, sie sollten gezielt die schöne, heile Welt des bäuerlichen Lebens romantisieren.

Out of the meadow of the Müschpark two 2000 square meter forms of a puzzle are removed. In the next two weeks they grow back. The landscape is completely again. The Müschpark has been planned in its present form about a hundred and fifty years ago. Although their primary function is a cow pasture, it presents itself with a decidedly romantic aesthetic of design. Landscape plannings as the Müschpark are classified under the technical term „Ornamental Farm“, they wanted to targeted the beautiful, ideal world of peasant life.

„Kunstweg Veghel“, 2010-2014

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Mäherzeichnung im Agrarraum von Veghel (NL), realisiert zu „Landkunst voor Veghels Buiten“, Foto: Ralf Witthaus

 

Kurz bevor die großflächige Neubebauung „Veghels Buiten“ gestarted wird, gewinnt Ralf Witthaus die Bauern von Veghel dazu, mit einem 2,7 Meter breiten und 1700 Meter langen „Kunstweg“ viele landwirtschaftliche Flächen zu so etwas wie einem Park zu verbinden. Die Menschen die heute in dem beplanten Gebiet leben, sehen große Veränderung kommen: Bereits in 10 Jahren wird das Gebiet eine ganz andere Besiedlungsstruktur aufweisen. Witthaus inszeniert die Substanz des Vorhandenen – als Denkmal an die Vergangenheit und als Kunstwerk in die Zukunft.

Just before the large-scale redevelopment „Veghels Buiten“ is started , Ralf Witthaus wins the farmers from Veghel to connect many agricultural areas with a 2.7 meter wide and 1700 meter long „Kunstweg/artway“ to something like a park. The people who now live in the overplanned area, see big changes coming: In only 10 years, the region will have a very different population structure. Witthaus staged the substance of what exists – as a monument to the past, and as a work of art for the future.

„Die Liegende“, 1998 – 2002

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Bodenskulptur auf der Konversionsfläche Werl/NRW, Realisiert im Rahmen von Kunst und KonWerl 2010 sowie Kultur als Neue Natur, HAW Hamburg, Foto: Ralf Witthaus

 

Das neue Werler Gewerbegebiet und ein Wohngebiet werden schallschutztechnisch durch eine Erdaufschüttung voneinander getrennt. Durch das Hochschulkooperationsprojekt „Kultur als Neue Natur“ der HAW Hamburg kann Ralf Witthaus 1998 in den Planungsprozess eingreifen. Er bildhauert mit den Möglichkeiten der heutigen Landschaftarchitektur und schafft eine begehbare und parkähnliche Skulptur in der Form einer schwangeren Frau aus über 90.000 Kubikmetern Erde.

The new industrial area and the residential area in Werl is separated by an embankment by the reason of noise. Through the university project „Culture as a New Nature“ Ralf Witthaus can intervene in the planning process in 1998. He sculpts with the possibilities of modern landscape architecture and creates a walk and park-like sculpture in the shape of a pregnant woman from more than 90,000 cubic meters of earth.

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